Lasst euch nicht verrückt machen

Dieser Artikel richtet sich an alle kommenden Eltern die bereits verrückt vor Sorge und mitten im Kaufrausch sind. Die alle guten Tipps beherzigen möchten und bloss nichts falsch machen möchten im Umgang mit Ihrem Baby.

Ein Appell an die Ruhe und Vernunft, die irgendwo, tief vergraben, in uns allen steckt!

Der Artikelwird stetig erweitert…

Schnellspanner:

  • 1. Kauft nicht jeden Scheiss
  • 2. Diese Dinge braucht man wirklich
  • 3. Vor der Geburt
  • 4. Die Geburt – Vorstellung und Realität
  • 5. Ein neugeborenes großziehen

Ein Baby ist kein Hexenwerk. Auch wenn wir es während eines Hormonrauschs im Cocktailshaker unserer Körperflüssigkeiten gezeugt haben oder es wie von Geisterhand im Labor zu Leben erweckt wurde –

Ein Baby ist vor allem erstmal eins. Ganz natürlich!

Seit zehntausenden von Jahren schaffen es Menschen Kinder in die Welt zu setzen und groß zu ziehen. Ganz ohne Internet, Plastik, Impfungen und höhere Medizin. Das ging seit Menschengedenken ohne Nahrungsergänzungsstoffe und Femi-Baby-Fischöl Kapseln. Es gab keine Erziehungsratgeber, keine Milchpumpen und keine vollausgestatteten Kreissääle mit angeschlossener Kinderklinik.

Deshalb lasst euch nicht verrückt machen von der Industrie. Die wollen euch vor allem deren Produkte verkaufen. Besonders beim ersten Baby kauft man viele Dinge die man später gar nicht benötigt oder im Alltag einfach nicht nutzen möchte.

Hört nicht auf selbsternannte Babygurus und Wunderheiler. Quacksalber gibt es schon seit Jahrtausenden und wird es immer geben. Hört auf euer Herz und euren Verstand!

Kauft nicht jeden Scheiss – Diese Dinge braucht man nicht unbedingt

Babypflegeprodukte, Öl, Cremes – Ich hätte am Anfang auch am liebsten alles mögliche gekauft um es dem Baby besonders gut gehen zu lassen. Fakt ist aber Experten empfehlen in den ersten Lebensmonaten (und eigentlich auch darüber hinaus bis ins hohe Erwachsenenalter) nur Wasser und Seife an den Körper zu lassen. Das heisst keine Pflegeprodukte und Chemie auf den Körper aufzubringen. Die Haut ist bestens darauf abgestimmt alleine klar zu kommen und mit jedem Pflegeprodukt stören wir die Körpereigene Hautbalance. Das führt im Laufe der Jahre oft zu mehr Hautproblemen als der Verzicht auf Pflegeprodukte. Siehe Artikel: Soll ich mein Baby einölen?

Babybadewanne – Eine Babybadewanne ist nicht zwingend erforderlich. Man kann das Baby auch prima in einem sauberen Waschbecken baden, es mit in die Badewanne nehmen oder es in einen großen Eimer waschen. Eine spezielle Babybadewanne ist m.E. nur Geldmacherei und im Falle von Aufbauten für die Badewanne, z.T. sogar gefährlich für das Baby wenn unsachgemäß konstruiert und/oder falsch aufgebaut.

Mindestausstattung für ein Baby

Dies hier ist meine persönliche Sicht. Als mittlerweile gestandener Vater weiß ich was man definitiv für ein Baby braucht und was nicht. Ich werde deshalb einige Listen anlegen die von Minimalausstattung über Gehobene Ausstattung bis hin zu Luxusausstattung für ein Baby reichen.

Einige werden mir widersprechen. Andere mögen mir zustimmen. Eure Meinung interessiert mich wie immer sehr. Ihr seit aufgerufen in den Kommentaren mitzudiskutieren.

Meine persönliche Mindestausstattung für ein Neugeborenes

  • Spucktücher
  • Fieberthermometer
  • Windeln in egal welcher Form
  • Babytrage
  • Viele Handtücher
  • Viele Waschlappen
  • Eine Schüssel für Wasser
  • Schlafsack
  • Babybett (Optional)
  • Kindersitz mit Babyschale
  • Stilleinlagen

Mit dieser Baby Grundausstattung hat man schonmal alles wirklich wichtige abgedeckt. Spucktücher benötigt man immer, vor allem nach dem Stillen denn Babys spucken gerne und viel.

Ein Fieberthermometer benötigt man für den Krankheitsfall um die Temperatur beobachten zu können.

Windeln, egal welcher Art, sind essentiell. Sonst sieht eure Wohnung bald aus als würdet Ihr eine Hundezucht darin betreiben.

Handtücher sind nicht nur zum abtrocknen des Babys nach dem Baden sinnvoll (Ja, man benötigt tatsächlich keine Babywanne um das Kind zu baden). Man benötigt Sie auch als Ablagefläche beim Wickeln.

Warum ich hier auf die Wickelauflage oder Wickelkommode verzichtet habe? Ganz einfach, man braucht einfach nicht zwingend eine. Man kann das Kind genauso gut auf der Couch oder einem Tisch wickeln. Wichtig ist nur dass man immer dabei bleibt und das Kind nie unbeaufsichtigt auf Erhöhungen liegen lässt.

Waschlappen und eine Schüssel für warmes Wasser benötigt man zum Saubermachen des Babys nach Kaka- und Pipianfällen. Auch bei großflächigen Spuckattacken ist ein schön warmer Waschlappen unser bester Freund.

Der Schlafsack letztenendes ist für mich essentiell, da das Baby sich hierbei nicht durch Gestrampel und Gehampel unter die Bettdecke wurschteln kann. Wer nur einen Schlafsack käuft muss gut darauf aufpassen. Die werden gerne dreckig beim Windeln wenn die Eltern zu faul sind den Schlafsack komplett auszuziehen.

Warum ich ein Babybett als Optional ansehe – Obwohl wir ein Babybett haben schläft unser Baby gerne mit im elterlichen Bett. Nicht immer, aber manchmal braucht Sie einfach die Nähe um ruhig zu schlafen und nach aller anfänglichen Skepsis wir könnten das Baby zerquetschen und ersticken funktioniert das gemeinsame Schlafen im Bett erstaunlich gut. Der Plötzliche Kindstot, eine furchtbare Vorstellung aber in Bezug aufs gemeinschaftliche Schlafen eher in Kombination mit Alkohol oder Drogen gefährlich. Nüchtern scheint uns unser Instinkt davor zu bewahren dem Kleinen wehrlosen Etwas im Schlaf anzutun oder es uns auf dem kleinen Wesen gemütlich zu machen.

Ein Kinderbett finde ich aber in jedem Fall sinnvoll und möchte niemandem davon abraten. Auch nicht wenn das Geld knapp ist. Stöbert einfach mal bei den Kleinanzeigen nach einem Gebrauchten Modell. Das Kind sollte sich meiner Meinung nach nämlich auch daran gewöhnen beizeiten allein zu schlafen.

Einen Kindersitz sollte man in jedem Fall haben wenn man das Baby mit Kraftfahrzeugen jeglicher Art von A nach B transportieren möchte. Besonders bewährt haben sich Modelle mit dem Iso Fix System, das in fast allen modernen Kraftfahrzeugen ab Baujahr 2002 verbaut wurde.

Stilleinlagen sind wirklich sinnvoll, da die Brüste einer Frau unter bestimmten Umständen regelrecht auslaufen. Stilleinlagen verhindern, dass die ganze Kleidung aussieht wie nach einem üblen Cumshot

Wie denkst Du darüber?

Ist diese Mindestausstattung deiner Meinung nach ausreichend oder habe ich etwas wirklich wichtiges vergessen?

Gehobene Ausstattung für das Baby

Über die Grundausstattung für Neugeborene hinaus empfehle ich hier zusätzliche Produkte die sich im Alltag mit dem Baby bewährt haben und die ich eigentlich nicht missen möchte, wohl aber entbehrlich sind wenn das Geld nicht reicht.

  • Badethermometer
  • Stillkissen
  • Mehrere Schlafsäcke
  • Babytrage
  • Kinderwagen
  • Milchpumpe
  • Windeleimer
  • Windelvlies (Bei Stoffwindeln)
  • Windelauflage oder Wickelkommode
  • Heizstrahler
  • Wickelrucksack oder Windeltasche
  • Feuchttücher auf 100% Wasserbasis für Unterwegs
  • Babyfon oder Babyphone

Ein Badethermometer ist nicht zwingend notwendig, man kann auch lauwarmes Wasser nach Gefühl einlassen, fühlt es sich weder kalt noch warm an, so hat es in etwa unsere Körpertemperatur und ist damit geeignet um das Baby darin zu baden. Ein Badethermometer gibt jedoch zusätzliche Sicherheit und man kann während eines längeren Bades darauf achten, dass das Wasser nicht zu sehr auskühlt und einhergehend damit die Körpertemperatur des Babys zu weit nach unten sinkt.

Stillkissen sind besonders praktisch um das Baby in eine gute Stillposition zu bringen. Sie sind aber zweifelsfrei nicht notwendig. Man oder besser gesagt Frau kann sich auch mit Kissen, Decken ein kuscheliges Stillpodest bauen, das Mutter und Baby beim Stillen entlastet.

Mehrere Schlafsäcke halte ich für sehr sinnvoll, da diese wie oben erwähnt, oft dreckig oder nass werden. Ab 3 Schlafsäcken ist man komfortabel ausgestattet und je nach Jahreszeit empfiehlt sich ein mehr oder weniger stark gefüttertes Modell.

Eine Babytrage ist mein persönliches Highlight. Dabei ist das Neugeborene seinen Eltern sehr nahe, spürt Körperwärme und Zuneigung und trotzdem haben die Eltern beide Hände frei um zwischendurch etwas zu erledigen. Man glaubt nämlich gar nicht zu wie wenig man im Haushalt und darüber hinaus kommt, wenn man ständig ein Baby im Arm halten und umhertragen muss. Mit einer Babytrage (ich bevorzuge die Variante auf dem Bauch getragen) kann ich während ich das Baby in meiner Obut habe noch arbeiten, Dinge im Haushalt erledigen etc. Für mich deshalb fast unentbehrlich und mein absoluter Kauftipp!

Kinderwägen haben sicher Ihre Daseinsberechtigung. Sie sind praktisch auf längeren Ausflügen oder Spaziergängen und entlasten die ohnehin stark beanspruchten Oberkörper- und Schulterregionen der Eltern. Fakt ist, es geht auch ohne aber ich möchte den Kinderwagen nicht missen. Vor allem ist es auch ein schönes Gefühl seinen Nachwuchs voller Stolz vor sich herzuschieben.

Eine Milchpumpe inkl. Fläschen ist nur in wenigen Fällen (Stillprobleme) notwendig. Trotzdem finde ich eine Milchpumpe auch bei gut verlaufendem Stillverhalten sehr praktisch. Sie eröffnet nämlich der gestressten Mutter die Möglichkeit, tagsüber auch mal Milch abzupumpen und in Fläschchen aufzubewahren. Der liebende Vater kann dann sein Kind in Abwesenheit der Frau oder auch wenn es ihr nach dem fünften Mal Nachts aufstehen einfach zu viel wird, selbst versorgen. Ohne die Möglichkeit seinen Nachwuchs mit Milch zu versorgen ist der väterliche Part komplett aufgeschmissen wenn das Kind Hunger hat und unaufhörlich zu schreien beginnt. Besonders wenn die Frau außer war sind dadurch schon manche Väter verrückt geworden.

Windeleimer sind sinnvoll wenn man zu Faul ist wegen jeder Windel zur Mülltonne zu flitzen. Während die Babykacke bei gestillten Kindern am Anfang überhaupt nicht übel riecht, verändert sich im Laufe der Entwicklung und Nahrungsumstellung sowohl das äußere Erscheinungsbild als auch ihr Geruch drastisch. Den Milchstuhl kann man zusammengeklappt in einer Einwegwindel (Die haben wir am Anfang häufig benutzt) problemlos auch mal einen Tag im Mülleimer lassen ohne das er stinkt. Ein Windeleimer ist meiner Meinung nach deshalb keine schlechte Investition aber auch nicht unbedingt von Nöten.

Windelvlies ist bei Nutzung von Stoffwindeln sehr komfortabel. Richtig gewickelt fängt man damit wortwörtlich „die gröbste Scheisse“ ab und kann sich ständiges Wechseln der nicht gerade billigen Überhöschen oft sparen. So muss man oft nur das Windelvlies mit dem Stuhlgang entsorgen und eine neue Saugeinlage (z.B. aus Bambus oder Baumwolle) einlegen. Manchmal geht aber auch trotz Windelvlies etwas daneber oder die Saugeinlage reicht nicht aus um dem Babypipi Herr zu werden. Ab und zu wechseln muss man die Überhöschen also schon.

Eine Wickelauflage (ich habe uns eine für die Waschmaschine gebaut Artikel folgt noch, falls ichs vergesse bitte über die Kommentarfunktion daran erinnern) oder eine Wickelkommode bieten einen fest eingerichteten Platz in der Wohnung. So kann man alle notwendigen Wickelutensilien in Griffweite deponieren. Eine Rutschfeste Auflage verhindert das umherrutschen des Babys beim anziehen. Diese sollte abwaschbar sein, am besten legt man noch ein Handtuch darüber da Babys gerne lospullern wenn sie gewickelt werden. Noch lieber allerdings wenn sie bereits komplett fertig gewickelt und wieder angezogen sind 😀

Einen Heizstrahler, den man über die Wickelkommode baut (Mindestabstand beachten), benötigt man nicht unbedingt denn Babys sind robuster als sich meisten übervorsorglichen Eltern vorstellen können. Je nach Baby erhöht es den Wickelkomfort jedoch enorm und kann dazu beitragen das Kind vom schreien abzuhalten, weil es ihm auf einmal zu kühl erscheint wenn man es von seinen Klamotten oder der Windel befreit. Hier ist auch jedes Kind anders.

Ein Windelrucksack oder eine Wickeltasche ist sehr sinnvoll, da man fürs Wickeln weitaus mehr Zubehör benötigt als in die Damenhandtasche oder einen bereits mit anderen Dingen beladenen Herrenrucksack hineinpasst. Wer nur in den eigenen vier Wänden verweilt braucht ein solches Accessoire sicher nicht. Wer jedoch öfters mal unterwegs ist und keine Lust hat ständig etwas wichtiges vergessen zu haben, dem sei eine komplett ausgestatte Wickeltasche oder ein Wickelrucksack wärmstens ans Herz gelegt. Es nervt z.B. sehr im Restaurant zu merken, dass man Waschlappen oder Feuchttücher vergessen hat.

Womit wir bei Feuchttüchern wären, für unterwegs äußerst praktisch. Daheim kann ich allerdings gut darauf verzichten. Ein Waschbarer Waschlappen ersetzt zu Hause die Feuchttüchter. Unterwegs hingegen habe ich lieber eine Packung Feuchttücher (auf Wasserbasis) dabei, als einen nassen Waschlappen irgendwo verstauen zu müssen.

Eklig?

Wer findet nasse Waschlappen in Frischhalte- oder Gefrierbeuteln noch eklig?

Beim Babyfon scheiden sich die Geister. Wir selbst haben keines! Ich persönlich finde es aber praktisch auch mal 3 Räume weiter nebenan sein zu können, ohne in ständiger Sorge zu verweilen etwas nicht mitzubekommen. Generell bin ich aber dafür, mein Baby immer am Mann zu haben wenn es nicht von meiner Frau oder einer anderen Vertrauenswürdigen Person betreut wird. Ich denke ein Babyphone kann nützlich sein und ist unter bestimmten Wohnvoraussetzungen sicher auch empfehlenswert.



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