Wann ist Fieber wirklich Fieber (Infografik)

Das Kind ist quengelig und fühlt sich warm an. Die äußeren Anzeichen deuten auf einen Infekt hin doch wie ernst ist? Muss ich mir sorgen machen weil mein Kind 37,9 °C warm ist? Sind 38,2 °C bereits Fieber?

In diesem Artikel möchte ich euch Aufschluss geben welche Temperatur bei Kindern kritisch ist und bei welcher man sich als Eltern noch entspannt zurücklehnen kann.

Fieber ist nicht gleich Fieber

Fieber ist nicht gleich Fieber. Eine etwas absurd anmutende Satzkonstruktion doch dahinter steckt viel Wahrheit. Fieber lässt sich nicht rein an der Innentemperatur eines Kindes bemessen.

Es hängt auch vom Alter des Kindes ab. So kann z.B. bei Säuglingen unter einem Monat bereits eine Temperatur von 38 °C kritisch sein und auf einen schwerwiegenden Infekt hindeuten. Bei Neugeborenen ist die Fieberfähigkeit noch nicht so weit ausgeprägt wie bei älteren Kindern. Es empfiehlt sich deshalb hier bereits bei stark erhöhter Temperatur einen Arzt aufzusuchen. Insbesondere dann, wenn das Kind sehr schlapp und teilnahmslos wirkt oder gar eine veränderte Färbung des Gesichts zeigt.

Ist das Kind über dieses Stadium hinaus, also älter als einen Monat, geht man in der Regel von der „regulären“ Beurteilung der Fiebergrade aus (siehe Infografik weiter unten).

Generell lässt sich zur Beurteilung von Fieber bei Kindern noch folgendes ergänzen: Die Temperatur von Säugetieren ist variabel. Darunter fallen nach allen derzeitig aktuellen Erkenntnissen auch wir Menschen und selbstverständlich unsere Kinder.

Als Beispiel: Ein Kind, das lange draußen gespielt hat und der Sonne ausgesetzt war, hat kann durchaus eine Körpertemperatur über 38,1 °C erreichen ohne das vom klinischen Befund Fieber gesprochen werden muss. Ein anderes Kind hingegen hat eine heisse Stirn, kalte Hände und wirkt insgesamt kränklich so sprechen Ärzte hier z.T. auch schon ab 38 °C von Fieber. Mögliche Ursache ein Grippaler Infekt, eine bakterielle Infektion. Der Übergang von erhöhter Temperatur zu Fieber ist also nicht einzig und allein von der Temperatur des Kindes abhängig. Gleichwegs sprechen aber so gut wie alle Medizinier von Fieber, sobald die Körpertemperatur eines Kindes über einen gewissen Schwellenwert (s.u.) steigt.

Ab wann hat ein Kinder Fieber?

Fieber beginnt bei Kindern erst ab einer stark erhöhten Temperatur. Wir als Erwachsene fühlen uns oft schon bei 38 Grad unwohl und alles ab 38,5 °C kommt uns vor, als hätten wir einen ganzen Tag lang in der Sauna verbracht. Doch wo fängt bei Kindern das Fieber an? Wo endet erhöhte Temperatur?

Quelle der Infografik: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kindergesundheit-info.de
http://www.kindergesundheit-info.de/infomaterial-service/infografiken/ CC BY-NC-ND

  • Ab 36,5 °C spricht man bei Kindern und Kleinkindern von einer normalen Temperatur. Liegt die Temperatur darunter sind Kinder bereits leicht unterkühlt. Eine sehr leicht Unterkühlte Temperatur ist dabei jedoch genauso wenig Grund zur Sorge wie eine leicht überhöhte Temperatur.
  • Ab 37,6 °C spricht man bereits von der oft zitierten erhöhten Temperatur bei Kindern. Ist das Kind bis auf die leicht erhöhte Tempertur Symptomfrei und verhält es sich normal, sind meist keine weiteren Maßnahmen notwendig. Was dem Kind hilft sind Zuwendung und je nach Befinden zusätzliche Bettruhe oder eine ruhige Beschäftigung.
  • Ab 38,5 °C sprechen Allgemeinmediziner vom klassischen Fieber. Das Kind ist jetzt meist müder und in seinen Aktivitäten ruhiger als sonst. Das Kind sucht Ruhe und Nähe, bekommt es diese gibt es sich meist mit Bettruhe zufrieden und diese tut dem Kind auch gut. Fieber ist anstrengend und kostet den Körper Energie.

Fieber ist notwendig

Fieber ist aber auch gut. Es ist die körpereigene Abwehreaktion auf Keime und Viren. Durch das Aufheizen des Körpers werden viele fremdartige Bakterien die nicht in unserem Körper leben sollen abgetötet oder zumindest an der Fortpflanzug / Weiterverbreitung innerhalb unsere Organismus gehindert. Fieber ist deshalb nicht per Se schlecht und sollte nicht verteufelt werden.

Fühlt sich das Kind noch wohl und bleibt die Temperatur unter 39 °C ist es oftmals sogar kontraproduktiv Fiebersenkende Mittel zu geben. Fiebersenkende Medikamente hindern den Körper daran, auf seine eigene Art und Weise mit den Erregern fertig zu werden. Teilweise kann durch fiebersenkende Medikation sogar dem Krankheitsverlauf Vorschub geleistet werden.

Wann bieten sich fiebersenkende Medikamente an?

  • Ab 39°C spricht man auch bei Kindern von hohem Fieber. Man merkt es den Kleinen auch direkt an. Sie sind erschöpft, Müde, quengelig und verlangen nach besonders viel Zuneigung. Diese sollte man seinen Kindern auch in jedem Falle zu Teil werden lassen. Wenn das Kind stark beeinträchtigt ist, z.B. über die Maßen schwitzt, es sehr häufig und intensiv klagt dann sind ab diesem Zeitpunkt fiebersenkende Mittel zu empfehlen. Erstens möchte man den Nachwuchs nur ungern leiden sehen und ab einer gewissen Temperatur, das wissen wir Erwachsene auch, ist Fieber einfach unerträglich.

Wenn selbst Fernsehen zu anstrengend wird, das Essen verschmäht wird oder das Kind den Eindruck erweckt als wäre es sein lezter Tag auf Erden sollten meines Erachtens nach auch die kritischsten Gegner der Schulmedizin einen Ruck geben und dem Kind ein Fiebersenkendes Mittel verabreichen.

Welche Fiebersenkenden Mittel gibt es?

  • Aspirin – Nicht empfehlenswert (Reye Syndrom)
  • Paracetamol (Ab 3 Kilogramm)
  • Ibuprofen (Ab 6 Kilogramm)

Diese Hausmittel helfen gegen Fieber bei Kindern

Es gibt keine wirklich aussagekräftigen Studien in Bezug auf die Wirksamkeit von äußerlichen Anwendungen zur Fiebersenkung. Aus eigener Erfahrung, dem Wissen warum Homöopathie funktioniert und meiner eigenen Meinung zur Placebo Wirkung heraus: Äußerliche Anwendungen sind bestens geeignet um das Fieber in vielen Fällen zu lindern.

Sieht man von wirklich schweren Infektionskrankheiten einmal ab, bei denen der Körper das Fieber wirklich benötigt um der Infektion Herr zu werden, so helfen äußerliche Anwendungen erfahrungsgemäß fast immer.

Wichtig ist der Glaube des Kindes an die heilende Wirkung. Eine ruhige Mutter die Ihrem Kind suggeriert dass es ihm nach den Wadenwickeln gleich viel besser gehen wird wirkt Wunder. Ein besonnener Vater der sein Kind badet und ihm zu verstehen gibt das es dem kleinen nach der Behandlung viel besser gehen wird, erreicht oft eine Besserung des Leidenszustandes seines Kindes.

Liebe, Zuneidung, das Gefühl dass sich jemand mit Erfahrung um uns kümmert, all das was auch bei Erwachsenen zur Wirkung von Placebos oder Homöopathie beiträgt, funktioniert bei Kindern ebenfalls.

Mit dem Pluspunkt das unsere Kinder uns noch viel mehr Vertrauen schenken als wir Erwachsene dem besten Arzt, mit den besten Bewertungen und den meisten Zeitungsartikeln. Für unsere Kinder sind wir Koryphäen auf unserem Gebiet des Elternseins und dieser Glaube daran, das sich jemand um uns sorgt der genau weiss was er tut.

Genau dies lässt Kinder genesen. Alltagskrankheiten heilt der Glaube, werden geheilt von Sicherheit, werden hinweggebügelt von Zuneigung.

Lasst Sie euren Kindern zu Teil werden!

Hausmittel zum Fiebersenken bei Kindern

  • Wadenwickel
  • Kühle Getränke
  • Kühle Bäder


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